Tuesday, September 2, 2014

Hate route

Habt Ihr auch Eure persönlichen Hass-Strecken?

Glasses: Marc Jacobs / Shirt: H&M / Jacket: H&M /
Bag: Prada / Denims: Bershka / Shoes: Scholl
Denn ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber einige Routen fahre ich richtig gerne mit dem Auto – und andere wiederum verabscheue ich zutiefst.

Meine tägliche Fahrtstrecke in die Arbeit zum Beispiel gehört zwar nicht zu meinen absoluten Lieblingsstrecken, aber ich finde sie zumindest noch einigermaßen erträglich.

Viel schlimmer finde ich nämlich noch die Fahrt zu meiner kleinen Schwester, die nicht direkt im Nachbarort wohnt, sondern an die 100 km entfernt von hier. Wenn wir zu ihr möchten, dann geht die Reise eine lange Zeit an den Bergen entlang und dann durch Moore, Felder und pittoreske Ortschaften. An und für sich kann man sich diese Route durchaus ansprechend vorstellen, was manche Menschen vermutlich auch so empfinden.

Nur leider gehört ausgerechnet diese Strecke zu meinen absoluten Hass-Strecken! Warum, das weiß ich selber nicht so genau, aber jedes Mal wenn wir diese Route fahren, habe ich das Gefühl, dass sich die gesamte Strecke bis ins Unendliche zieht – und mir kommt es so vor, als wenn die Fahrt schlichtweg nicht mehr aufhören will. Natürlich weiß ich vom Verstand her, dass mir da mein Unterbewusstsein einen Streich spielt, denn bisher haben wir unser Ziel immer noch spätestens nach eineinhalb Stunden erreicht.

Daher habe ich mir bereits diverse Methoden einfallen lassen, um mein Gefühl für diese Strecke auszutricksen. Oft fährt zum Beispiel eines unserer Kinder oder auch mein lieber Mann. Oder ich versuche als Beifahrer zu lesen, anstatt aus dem Fenster zu schauen, aber egal, ob ich die Posts meines Blogs meinen Mitreisenden laut vorlese oder still für mich ein Buch, die Strecke zieht sich dessen ungeachtet in endlose Länge.

Da dieses Gefühl auch bei anderen Strecken auftritt, bin ich jetzt so weit, dass ich einfach versuche, mit der jeweiligen Abneigung für eine Strecke zu leben. Aber wenn sich die Möglichkeit ergibt, eine Alternative zur Hass-Strecke zu wählen, dann sage ich hierzu liebend gerne ja. Und ich glaube auch in diesem Zusammenhang ganz fest an das, was der Volksmund sagt, nämlich dass es immer noch eine bessere Möglichkeit gibt.

Aber wenn ich ganz ehrlich bin, freue ich mich, dass meine Schwester nächstes Wochenende zu uns fahren wird. Und glücklicherweise weiß ich mit Sicherheit, dass meine Schwester wesentliche positivere Gefühle für meine persönliche Hass-Strecke hat, denn natürlich möchte ich, dass ihr Besuch hier bei uns in keiner Weise negativ beeinträchtigt wird.

Gibt es bei Euch auch Strecken, die Ihr weniger gerne fahrt als andere? Glaubt Ihr an das Sprichwort: „Es gibt immer noch eine bessere Möglichkeit?“ Was wird bei Euch wie negativ beeinträchtigt?

Und eventuell wäre es ja eine bessere Möglichkeit, mit dem Roller, auf dem ich mit meinem heutigen Outfit posiere, zu meiner Schwester zu fahren. Vielleicht sollte ich das wirklich bei Gelegenheit ausprobieren …


Do you also have your personal hate routes?

I don't know what's about you, but some routes I drive by car I enjoy really - and others I loathe deeply.

My daily journey to my work place, for example, is not one of my absolute favourite routes, but for me this route is at least bearable.

Much worse for me is the ride to my little sister. My sister doesn't live in the neighboring village but about 100 km from here. If we want to visit her, we drive along the mountains and through moors, fields and picturesque villages. Actually one could have the opinion that this route is nice - which probably some people would confirm.

Unfortunately, precisely this route belongs to my absolute hate routes! Why, honestly I don't know, but every time we drive this route, I have the feeling that the entire route goes to infinity - and it seems to me as if the drive simply won’t end. Of course, I know that my subconscious mind plays a trick, because so far we have reached my sister always at the latest after one and a half hours.

Therefore, I tried already several methods to outwit my feeling regarding this route. For example often I ask one of our children or my lovely husband to drive. Or I try to read as co-driver instead of looking out the window, but no matter if I read loud the posts of my blog to my fellow travelers or I read silently for me a book, nevertheless the route drags in infinite length.

Since I have exactly the same feeling also for other routes, finally I decided to live with the respective dislike for some routes. But if there is the possibility to choose an alternative to a hate route, then I say always immediately yes. Further I believe in this context also quite firmly to what the vernacular says, namely that also in this respect there is always a better option.

But quite frankly I am glad that my sister will visit us next weekend. Therefore she has to drive my hate route. Fortunately, I know with certainty that my sister has much more positive feelings for my personal hate route, because of course her visit shouldn't have any negative disturbances.

Do you have also route which you don't like? Do you believe in the saying: "There is still a better way?" Which situations have an negative effect for you?

And perhaps it would be a better way to drive to my sister with the scooter on which I am posing with my outfit of today ...




Driving with the scooter to my little sister?

Saturday, August 30, 2014

Improved communication through high heels

Tragen High Heels bei Euch auch zu einer verbesserten Kommunikation bei?

Glasses: Marc Jacobs / Shirt: Gina Tricot / Cardigan: Tom Tailor /
Watch: Breitling / Bag: Céline / Skirt: Gina Tricot / Shoes: Buffalo

Denn möglicherweise ist es Euch bereits aufgefallen, dass ich nicht direkt ein Gardemaß aufweise. Nicht nur deswegen trage ich gerne und oft Schuhe mit Absätzen, womit ich einiges zumindest an Körpergröße gewinne.

Nun gibt es aber natürlich Anlässe, bei denen ich zu flachen Schuhen greife, und diese Tage sind dann ganz besonders herausfordernd für meinen lieben Mann. Wenn ich stehe und High Heels trage, reicht es nämlich, wenn ich meinem groß gewachsenen Mann etwas mitteilen möchte, dass ich meinen Kopf in seine Richtung drehe und dann mit ihm rede. Mein Mann versteht mich dann, ohne dass er explizit nachfragen muss.

Leider funktioniert diese Methode jedoch nicht mehr, wenn ich in flachen Schuhen unterwegs bin, denn dann spreche ich nicht in sein Ohr, wie es mit High Heels der Fall ist, sondern eher mit seinem Bauchnabel und der hört eher schlecht.

Deswegen kommt es an solchen Tagen, an denen ich flache Schuhe anhabe, nicht nur zu kommunikativen Missverständnissen zwischen uns – es kommt auch vor, dass mein Mann nicht einmal hört, dass ich überhaupt etwas zu ihm gesagt habe. Ich muss mich dann wiederholt daran erinnern, auf seine Höhe hinaufzurufen, denn nur dann klappt unsere Verständigung auch mit flachen Schuhen einigermaßen.

Da ich es jedoch auf Dauer unhöflich finde, ständig diese laute Tonlage zu gebrauchen, bin ich froh, dass ich High Heels so gerne trage. Es ist nämlich einfach angenehmer, mit meinem Mann beinahe auf Augenhöhe zu kommunizieren und vor allem, dass mein Mann dann auf Anhieb versteht, was ich sage.

Warum tragt Ihr High Heels? Wo ist bei Euch ein Größenunterschied eine Herausforderung? Was stört Eure Kommunikation mit Euren Mitmenschen?

Und vielleicht habt Ihr jetzt eine Ahnung davon, warum ich genau diese Schuhe zu meinem heutigen Outfit gewählt habe …


Improves in your life the wearing of high heels also the communication?

Maybe you have already noticed that I'm not directly tall. Not only due to this fact I like to wear shoes with heels to enable at least to win in height.

But there are of course occasions when I prefer flat shoes and these days are particularly challenging for my lovely husband. Namely, when I stand and wear high heels it's sufficient when I want to tell something to my really tall husband by turning my head in his direction and talk to him. My husband understands me then normally without having to explicitly to ask what I said to him.

Unfortunately, this method doesn't work anymore when I'm wearing flat shoes, because then I don't speak in the ear of my husband, as it's the case when I wear high heels, but rather with his belly button and therefore it's difficult for me husband to understand me.

That's why it comes on those days where I wear flat shoes, not only to communicative misunderstandings between us - it also happens that my husband even didn't hear that I have said at all anything to him. I must then call up on his height, because only with this method our communication works even with flat shoes - at least to some extent.

However, as I think it's rude constantly to use this loud tone, I'm glad that I love it to wear high heels. Namely, it's simply pleasant, to communicate with my husband almost at eye level and above all, my husband understands immediately what I say.

Why do you wear high heels? In which kind is a size difference for you a challenge? What bothers your communication with your fellow human beings?

And maybe now you have an idea why I have chosen exactly the shoes I wear with my outfit of today ...


Petite!
Tall ...
... taller?
The tallest :)

Wednesday, August 27, 2014

Undetected lapse but a visible winner

Trefft Ihr auch den total falschen Ton, aber keiner merkt es?

Glasses: Marc Jacobs / Necklace: Pieces / Overall: Forever 21 /
Bag: Proenza Schouler / Shoes: Topshop

Denn Ihr wisst vermutlich, wie gerne ich lese. Und die letzten Tage habe ich völlig fasziniert die Biografie der russischen Primadonna Galina Wischnewskaja verschlungen. Bei einer Begebenheit, die sie aus Ihrem Leben geschildert hat, musste ich allerdings sehr lachen.

Galina sang nämlich zusammen mit einer Gesangskollegin ein Duett in einer vollbesetzten Oper. Aus unerfindlichen Gründen verfehlte die Gesangskollegin jedoch sämtlich die richtigen Töne und sang ihren Part komplett falsch.

Soweit es Galina möglich war, versuchte sie Contenance zu bewahren und schmetterte ihren Part eisern in der richtigen Tonlage. Jedoch hörbar nur mit mäßigem Erfolg, denn dadurch dass sich die Gesangskollegin so im Ton vergriffen hatte, klang das Duett einfach nur katastrophal.

Daher schwitzten sowohl Galina als auch ihre Gesangskollegin Blut und Wasser, denn sie befürchteten, dass sie die Kritiken in den Zeitungen auf Grund dieses Missklangs Ihre Gesangsleistung völlig zerreißen würden.

Mehr als nervös lasen die beiden daher am nächsten Tag die Zeitungen. Die Zeitungen machten sich lustig über das Bühnenbild und hatten auch noch ein paar andere Dinge an der gesamten Aufführung zu bemäkeln. Aber oh Wunder, offenbar war jedem der Zeitungsschreiber der missglückte Gesangspart entgangen, denn er wurde mit keinem Wort erwähnt.

Ich lachte lauthals auf, als ich diese Passage im Buch las. Denn mir hat das gezeigt, dass das, was man selber definitiv als Fehler erkennt, von anderen oft nicht einmal registriert wird. Jetzt hoffe ich, dass ich das nächste Mal, wenn ich weiß, dass ich wieder einmal voll daneben gegriffen habe, an diese Begebenheit denke und mir so manch überflüssigen sorgenvollen Gedanken erspare.

Welche Biografie fasziniert Euch? Wer hat sich in Eurem Leben im Ton vergriffen? Was glaubt Ihr, auf welche Art und Weise Eure Umwelt Fehler von Euch wahrnimmt?

Und ich bin jetzt gespannt, ob Ihr findet, dass ich zu dem richtigen Outfit gegriffen habe …

Außer diesem nicht entdeckten Fehler im Buch gibt es noch eine wirkliche Gewinnerin: die liebe und gescheite Ivana vom sehenswerten Blog „a little place to call my own“, die das Shirt des originellen Labels „Sweet Matilda“ aus meinem internationalen Giveaway „Unpardonable fault and compensation“ gewonnen hat - ganz herzlichen Glückwunsch an sie! Allen Teilnehmer vielen lieben Dank fürs Mitmachen.



Strike you also the totally wrong tone, but nobody notices this?

You know probably that I love it to read. And the last few days I read completely fascinated the biography of the Russian prima donna Galina Vishnevskaya. The book was really interesting and especially regarding an incident that she described from your life, I had to laugh a lot.

Namely, Galina sang along with another singer a duet in a crowded opera. However, for some unknown reason the singer missed all the right notes and sang her part completely wrong.

As far as it was possible Galina tried to keep countenance and sang her part in the correct pitch. However, audible only with moderate success, because the singer sang so wrong that the duet sounded just catastrophic.

Therefore both Galina and the singer sweated blood and tears, because they feared many negative reviews in the newspapers due to this dissonant vocal performance.

More than nervous Galina and the singer read the next day the newspapers. The newspapers made fun of the stage and criticised a few other things regarding the entire performance. But surprise, surprise, apparently each of the newspaper writers didn't recognize the dissonant vocal performance because this disaster was at all in no newspaper mentioned!

I laughed out loud when I read this passage in the book. For me, this incident shows again that what for you definitely is an error, often is not registered by others. Now I hope that the next time when I know that once again one of my jobs went wrong, I will remember this story and thus spare many sorrowful thoughts.

What biography fascinates you? Who has hit in your life the wrong chord? What do you think how your environment perceives errors of you?


And I'm now curious if you have the opinion that I have caught the right outfit ...


Besides this undetected lapse in the book, there is a real winner: the dear and clever Ivana from the worth seeing blog "a little place to call my own"! Ivana has won the shirt from the fancy and originally brand "Sweet Matilda" which was announced in the context of my international giveaway “Unpardonable fault and compensation” - congratulations to her. All participants I thank for the lovely and interesting comments.




Evening in late summer in Bavaria

Sunday, August 24, 2014

Wasted tea spoon

Habt Ihr alle Tassen - äh Teelöffel - im Schrank?

Cap: H&M / Glasses: Lewi's / Sweater: Benetton / Watch: Breitling /
Bag: Chanel / Skirt: Asos / Shoes: Asos

Denn ich lag gestern Abend gemütlich auf meinem Kanapee und las ein weiteres Buch passend zu meiner derzeitigen russischen Phase.

Da kam mein lieber Mann ins Zimmer und wünschte mir so überschwänglich und mit so vielen Liebesbezeugungen untermalt eine gute Nacht, dass ich mich sehr freute - auch wenn es mir ehrlich gesagt nicht einhundertprozentig geheuer war.

Ich versprach meinem Mann auch bald ins Bett zu kommen und worauf hin er mich mit noch mehr Nettigkeiten überschüttete. Schließlich wandte sich mein Mann doch der Türe zu, wo er mit einem Mal abrupt innehielt. Erstaunt registrierte ich, dass er verlegen den Kopf zu mir wandte und sein bisheriger Überschwang offenbar völlig verpufft war.

„Äh, und,“ teilte mir mein Mann nun sehr leise und sichtlich verschämt mit, „ich wollte Dir noch was sagen. Ich habe nämlich vorhin versehentlich einen Teelöffel von unserem guten Besteck in den Müll geworfen und zu allem Unglück finde ich ihn nicht mehr.“

Obwohl dies natürlich eine etwas traurige Teelöffel-Nachricht war, musste ich unwillkürlich grinsen: „Ach so!“ rief ich aus. „Jetzt verstehe ich Dein Gebaren! Das ist doch halb so wild. Ich schau später dann auch noch, vielleicht finde ich den Teelöffel wieder. Schließlich macht es ja Sinn, dass wir nicht nur alle Tassen, sondern auch Teelöffel im Schrank haben.“

Leider habe aber auch ich den Teelöffel trotz intensiver Suche nicht wieder entdeckt. Und da unsere Teelöffel sich schon seit längerer Zeit unerklärlicherweise immer weiter dezimieren, werden wir unseren Bestand an Teelöffeln wohl sehr bald aufstocken müssen - aber so unterstützen wir wenigstens die Besteckindustrie mit unserem Teelöffel-Schwund.

Was lest Ihr zur Zeit am liebsten? Leidet Euer Haushalt auch an Besteckschwund? Wer wird von Euch unterstützt?

Aber da mein Kleiderschrank eher an zu starkem Zuwachs denn an Schwund leidet, hatte ich auch heute ausreichend Bestand, um ein Outfit zu kreieren, für das jedoch glücklicherweise keine Teelöffel notwendig waren …


Have you also lost your marbles - er, teaspoons?

Namely, last night I lay comfortably on my couch and read another book matching to my current Russian phase.

Then my lovely husband came in and wished me so profusely and with so many expressions of love a good night, that I was very delighted - even though his behaviour was honestly a bit fishy for me.

I promised my husband to come soon also to bed, whereupon he showered me with even more niceness. Finally, my husband turned to the door but stopped there abruptly. Astonished, I registered as he turned his head to me that his exuberance was apparently completely went up in smoke.

"Uh, and," my husband mentioned now very quiet and visibly embarrassed, "I have something to tell to you. Accidentally, I threw a teaspoon, which belonged to our good cutlery, in the garbage and to make matters worse, I'm not able to find this teaspoon anymore."

Although this was somewhat a sad teaspoon message, I had to smile involuntarily: "Oh," I exclaimed, "now I'm understanding your behavior! That's not so bad. I will also check our garbage, maybe I can find the teaspoon. Finally, it makes sense that we not only don't lose our marbles - but have also all our teaspoons in the cupboard."

But unfortunately I have not discovered the teaspoon despite intensive search again. And since inexplicably our teaspoons are decimating continuously since a very long time, we have our portfolio of teaspoons to increase very soon - but thus we support at least the cutlery industry with our teaspoon loss.

About which theme do you read at the moment most? Do you also suffer on a loss of cutlery? Who is supported by you?

But as my wardrobe rather suffers on excessive growth than on diminution, I had also today sufficient inventory to create an outfit - for which fortunately no teaspoons were necessary ....




Wasted car